Kinder- und Jugenddienst / Streetwork

 

 

Projekte


 

 

 

- sich durchs Leben boxen -                         - Grenzgänge mit Grenzgänger -

In unseren Anti-Aggressions-Seminaren geht es hauptsächlich darum Jungs und jungen Männern Raum  zu geben, um ihre Kraft zu messen und ihren „Kampfgeist“ zu entwickeln und zu kultivieren. Dies geschieht nicht nur auf der körperlichen, muskulären, sondern auch auf der tiefen, geistigen Ebene.Unsere Arbeit mit jungen Männern soll eine Art der Persönlichkeitsbildung etablieren, die aggressives, neugieriges und grenzgängerisches Verhalten integriert und dabei den Unterschied zu Aggression und Gewalttätigkeit bewusst macht. Es ist notwendig, jungen Männern zu vermitteln, dass sie Wut und Zorn in einem angeleiteten Prozess entladen können - um Selbstwert, Selbstachtung und Selbstkontrolle zu finden. Junge Männer wollen sich jedoch nicht nur austoben und körperlich fit machen: Sie sind vor allem hungrig nach fürsorglicher männlicher Unterstützung, nach Struktur, Ritualen, nach Werten, die sie repräsentieren, nach Autonomie und der Fähigkeit sich selbst zu regulieren. Das grundlegende Mittel welches wir dafür verwenden ist die Boxkunst. Die Boxkunst soll die jungen Männer im Umgang mit Kraft, Achtsamkeit, Selbstkontrolle und Respekt schulen.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Seminaren liegt darin, dass

...beim "sich durchs Leben boxen" Jugendliche teilnehmen die erst durch ihr Verhalten auffällig geworden sind und über die ambulante, stationäre Jugendhilfe angemeldet werden,

...wobei beim "Grenzgänge mit Grenzgänger" Jugendliche teilnehmen, die über die Jugendgerichtshilfe angemeldet werden und schon eine längere auffällige Karriere hinter sich haben und dies als gerichtliche Auflage erfüllen müssen!

 

Dieses Seminar wurde speziell für Verhaltensauffällige Jugendliche im Alter von ca. 13-17 Jahren entwickelt. Durch körperliche Arbeit in Verbindung mit Kampfsport sollen die Teilnehmer lernen, ihre Aggressionen kontrolliert abzubauen, Verantwortung für sich und ihre Handlungen und der Gruppe zu übernehmen, dem Gruppenzwang zu entgehen und die eigenen Grenzen kennen lernen. Eigene Fähigkeiten entdecken, Erspüren von Kraft, Mut und Angst. Selbstvertrauen und Teamgeist stärken sowie sich wehren ohne zu schlagen gehören  ebenso zu den Zielen des Seminars.

   

  • Kampfsport als Schulsport/Sozialer Trainingskurs

Immer wieder hört man, dass sich Schüler nicht mehr konzentrieren können und immer mehr Schüler Probleme damit haben sich dem Schulsystem anzupassen. Und genau hier versuchen wir mit Kampfsport als Schulsport, im Blockunterricht, anzusetzen. Kampfsport darf nicht als reines Lehren von Schlag- und Tritt-, Hebel- und Würgetechniken angesehen werden. Vielmehr muss das am Kampfsport gesehen werden was ihn zu einer pädagogisch sinnvollen Kampfkunst macht, die Werte die die Kampfkunst seinen Schülern vermittelt.

Es sind Werte wie gegenseitiger Respekt, Achtung, Höflichkeit, Fairness und erzieherische Momente wie Vorbild, Konzentration, Körpergefühl die die Kampfkunst seinen Schüler nahe bringt.

Dieser soziale Trainingskurs umfasst 4,5 Stunden und findet im Regelfall von 08:00 - 12:30 Uhr statt.


Streetwork bedeutet  aufsuchende Jugendarbeit: Ich, der Streetworker, besuche euch Jugendliche in Weingarten an euren Treffs und versuche mit euch ins Gespräch zu kommen, um eine vertrauenswürdige Beziehung mit euch aufzubauen. Ich möchte mich um eure Belange kümmern, mit euch Aktionen veranstalten und Freizeiten planen (z.B. Sport- und Musikevents, Ausflüge,…). Möchtet ihr mal etwas mit eurer Clique unternehmen oder interessiert euch ein Thema das ihr näher kennen lernen möchtet dann sprecht mich an und ich unterstütze euch dabei. Solltet ihr aber auch mal offene Fragen haben und Unterstützung in der Schule, Beruf oder Familie benötigen kümmere ich mich gerne darum!

Wichtig ist es mir euch mitzuteilen, dass mein Angebot für euch freiwillig ist! Ich bin keine Polizei und kein Ordnungsamt, führe keine Akten und jeder Kontakt bleibt anonym!

Jugendliche wollen viel erleben, sich austoben, diegene Fähigkeiten entdecken – ohne pädagogischen Zeigefinge und Leistungsdruck.Wir schicken Schüler, Jugendgruppen oder Azubis raus in Abenteuer- und Erlebniscamps, um ihre Schlüsselqualifikationen zu entwickeln: Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Sozialkompetenz wachsen wie von selbst, wenn der Spaß ganz oben auf dem „Lehrplan“ steht. Dabei arbeiten unsere erfahrene Trainer immer nach dem Motto „safety first“, damit bei all dem Abenteuergeist nicht schief geht. In Seilgärten können Gruppen oder Einzelpersonen ihre persönlichen Grenzen kennen lernen und überwinden. Die Höhe und die scheinbare Möglichkeit, Abstürzen zu können, stellt für die Teilnehmer eine Herausforderung dar und gibt ihnen einen gewissen „Kick“. Die erfolgreiche Bewältigung einer Übung steigert das Selbstbewusstsein und kann auch beim Umgang mit anderen Ängsten helfen.

 

Wenn Jugendliche Straftätige zu gemeinnützige Arbeitsstunden verurteilt werden, leisten Sie diese bei uns in Form von Reinigungsarbeiten und Sport ab. Durch den sportlichen Teil werden Aggressionen kontrolliert und abgebaut und eine Vertrauensbasis geschaffen, um dadurch besser auf das soziale Verhalten der Jugendlichen eingehen zu können. Bei Einzelgesprächen werden vorhandene Probleme besprochen und man versucht, dem Jugendlichen unterstützend zur Seite zu stehen. Hierzu gehört zum Beispiel auch die Mithilfe bei der Praktikum- und Lehrstellensuche.

 

Werden verhaltensauffällige Jugendliche in unseren Verein integriert, sind  Einzel- und Gruppengespräche sowie Kontakte zu den Eltern die ersten Maßnahmen. Hierbei werden Regeln und Vereinbarungen aufgestellt, die von den Jugendlichen unbedingt einzuhalten sind. Weiterhin ist die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, Schulsozialarbeit, Schulleitung und Klassenlehrern ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu sichern.